MINIMUKItastischer Krativblog – Who moved my cheese

Liebe Eltern, liebe Besucher unserer Website,

ich melde mich heute bei Euch mit einer schönen Geschichte, die uns eine Hilfe im Umgang mit den aktuellen Herausforderungen sein kann.
Sie heißt. „Die Mäusestrategie“. Geschrieben hat sie Spencer Johnson (Mäusestrategie ISBN 3-7205-2122-2, Original „Who Moved My Cheese“)
Der Ein oder Andere kennt sie vielleicht.
Für all diejenigen unter Euch, die sie nicht kennen oder vielleicht vergessen haben, will ich Euch diese Geschichte nacherzählen.
Ihr findet sie aber auch auf youtube: „Who moved my Cheese The Movie by Dr Spencer. Nathan DaDreamer.“ Ich halte diese Videoversion für die originalgetreueste. Lasst Euch von der etwas schlechten Filmqualität nicht abhalten sie anzuschauen. Sie ist wirklich sehenswert! Das Video ist in englischer Sprache. Ich habe es übersetzt und stelle Euch hier die Übersetzung zur Verfügung.
Ganz viel Spaß beim Video anschauen und/oder lesen!

Eure Ines Wallis

 

 Die Mäusestrategie

Die Mäusestrategie ist eine leichte, humorvolle und doch tiefsinnige Geschichte über plötzlich auftretende Veränderungen und wie man ihnen begegnet.

Unsere Protagonisten sind:
Groll und Knobel                                 zwei kleine Wesen, die uns Menschen verblüffend ähnlich sind
Schnüffel und Flitz                              zwei kleine Mäuse

Die Geschichte (Video angepasster Text)

In einem weit entfernten Land lebten vor langer Zeit vier kleine Wesen in einem Labyrinth und suchten nach Käse, der sie satt und glücklich machte.
Zwei der Wesen waren Mäuse namens „Schnüffel“ und „Flitz“, und zwei waren Kleine Leute. Sie hiessen „Groll“ und „Knobel“.
So verschieden die Mäuse und die Kleinen Leute auch waren, hatten sie eins gemeinsam:
Jeden Morgen verliessen sie ihre kleinen Wohnungen und rannte ins Labyrinth hinaus, um ihren Lieblingskäse zu suchen.
Schnüffel und Flitz, hatten einfache Gehirne, aber gute Instinkte. Sie wandten die Methode von Versuch und Irrtum an.
Schnüffel erschnüffelte die ungefähre Richtung des Käses und Flitz rannte dann voraus.
Sie liefen oft in die falsche Richtung und manchmal gegen eine Wand.

Groll und Knobel hatten komplexe Gehirne, die geprägt war von Überzeugungen und Gefühlen und ihr Leben komplizierter und herausfordernder machte.
Käse finden war für die Kleinen Leute wichtig. Es war ein Weg um etwas zu bekommen, was sie vermeintlich glücklich machte.
Für die Einen waren es materielle Dinge.
Für Andere Gesundheit und Seelenfrieden.
Für Knobel bedeutet es, in einem Häuschen mit einer liebenden Familie in Cheddar-Lane zu leben.
Für Groll, wichtig zu sein und ein Herrenhaus auf Camenbert-Hügel zu besitzen.

Schliesslich fanden sie alle ihren eigenen Käse im Käselager C.

Schnüffel und Flitz wachten weiterhin jeden Morgen früh auf und rannten auf dem selben Weg durch das Labyrinth.
Sie banden ihre Laufschuhe zusammen und hängten sie sich um den Hals – damit sie sie schnell wieder anziehen konnten, sobald sie sie brauchten.
Aber Groll und Knobel wachten jeden Tag ein bisschen später auf und spazierten zum Käselager C. Sie wussten jetzt, wo man den Käse fand. Sie nahmen an, dass er immer da sein würde.
Sie stellten ihre Laufschuhe beiseite, weil sie dachten, sie bräuchten sie nicht mehr.
„Das ist toll! Hier gibt es genug Käse für immer,“ freute sich Groll.
„Mit Sicherheit,“ antwortete Knobel.
Sie fühlten sich sicher und schmückten die Wände sogar mit Sprüchen.

Wer Käse hat, ist glücklich

Groll und Knobel fühlten sich so wohl, dass sie gar nicht mehr merkten, was vor sich ging.
Die Mäuse dagegen inspizierten jeden Morgen das Terrain, um herauszufinden, ob sich irgend etwas verändert hatte.
Eines Morgens kamen die Mäuse im Käselager C an und entdeckten, dass kein Käse da war. Das überraschte sie nicht, da sie bemerkt hatten, dass der Käsevorrat immer kleiner geworden war.
Die Mäuse überanalysierten die Lage nicht.
Die Situation hatte sich geändert, also änderten sich Schnüffel und Flitz auch.
Sie sausten davon und suchten nach neuem Käse.
Später am selben Tag kamen Groll und Knobel ins Käselager C.
Sie hatten den Veränderungen keine Beachtung geschenkt.
„IHHHH“ , schrie Groll
„Was? Kein Käse? Kein Käse? Kein Käse? Wer hat meinen Käse geklaut? Das ist nicht fair!“, schimpfte Groll.
„Groll! Groll! Ich weiß, wir sind klüger als Mäuse,“ warf Knobel ein, „aber so benehmen wir uns gerade nicht. Was passiert, wenn der Käse auch morgen nicht hier ist? Ich habe Pläne gemacht, die auf diesen Käse aufbauen.“
Während Schnüffel und Flitz neuen Käse suchten, grollten Groll und Knobel weiter
An diesem Abend schrieb Knobel an die Wand:

Je wichtiger dir dein Käse ist, desto mehr willst du ihn behalten

Am folgenden Tag erwarteten Groll und Knobel irgendwie immer noch, dass sie dort ihren Käse finden würden.
„Warum haben sie mir das angetan?“, jammerte Groll.
„Und wo sind eigentlich die Mäuse? Wissen sie mehr als wir?“, überlegte Knobel.
„Ne. Das sind doch bloss Mäuse. Wir Kleinen Leute haben Käse verdient!“, schimpfte Groll aufgebracht.
„Vielleicht sollten wir neuen Käse zu suchen“, überlegte Knobel.
„Oh nein! Ich werde dieser Sache auf den Grund gehen. Ich will, dass es wieder so ist wie es war!“, protestierte Groll.
Währenddessen waren Schnüffel und Flitz schon tief ins Labyrinth vorgedrungen.
Sie hatten nichts anderes im Sinn, als neuen Käse zu finden.
Nach vielen Versuchen und Fehlschlägen, entdeckten sie das größte Käselager, dass sie jemals gesehen hatten in Käselager N.

Groll und Knobel waren jedoch immer noch im leeren Käselager C und überdachten ihre Lage.
Knobel stellte sich vor, wie er im Labyrinth auf die Suche gehen würde und leckeren Käse fände. Er konnte den Käse beinahe schon schmecken.
„Los Groll, gehen wir!“
„Nein. Mir gefällt es hier“, antwortete Groll. „Hier ist es bequem. Ausserdem ist es da draussen gefährlich.“
Als Knobel das hörte, packte ihn wieder die Angst, und seine Hoffnung, neuen Käse zu finden, schwand dahin.
Also machten sich Groll und Knobel weiterhin Tag für Tag auf den Weg zum leeren Käselager C, und marschierten mit ihren leeren Bäuchen wieder nach Hause zurück.
Mit nichts als Stress.

Am nächsten Morgen fanden sie das Lager natürlich immernoch leer vor. Das Maß war damit voll.
„Wer hat meinen Käse geklaut? Wer hat meinen Käse geklaut…,“ Groll raufte sich verzweifelt seine Haare.
„Groll! Groll! Schau uns doch an. Wir machen die selben Dinge wieder und wieder und wundern uns, warum die Dinge nicht besser werden. Es ist Zeit, dass wir was unternehmen.“
„Du willst doch nicht etwa da hinaus?“ irritiert schaute Groll seinen Freund an. „Warum warten wir nicht, bis der Käse zurück ist?“
„Sie geben ihn uns nicht zurück. Das war Käse von gestern. Jetzt ist es Zeit, neuen Käse zu finden.“

„Aber was, wenn es da draussen keinen Käse gibt? Oder wenn Du ihn nicht findest?“, entgegnete Groll skeptisch.
„Groll, das Leben geht weiter. Und wir sollten mitgehen.“
„Nein!“, brüllte Groll und rannte im Kreis. „Wer hat meinen Käse geklaut? Wer hat meinen Käse geklaut? Wer hat…“
„Wenn wir uns nicht ändern, könnten wir untergehen,“ entgegnete Knobel und wandte sich entschlossen zum Ausgang des leeren Käselagers C.
Auch ein Teil von Knobel war ängstlich wie Groll.
Er schrieb einen Spruch zu einem neuen Gedanken an die Wand:

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?

Es dauerte nicht lange und er wußte, was er tun musste.
Er atmete tief durch und joggte ins Unbekannte.
„Es ist Labyrinth-Zeit,“ rief er entschlossen und rannte los.

Zunächst fühlte er sich verloren.
Aber es dauerte nicht lange, bis er sich wieder zurecht fand.
„Zurück im Labyrinth zu sein, ist nicht annähernd so schlimm wie ich dachte. Wie konnte ich nur in diese Situation kommen? Ich hätte die Entwicklung beobachten sollen.“
Knobel hielt an und schrieb an die Wand des Labyrinths was er gelernt hatte:

Schnuppere oft am Käse, damit du merkst, wenn er alt wird

Knobel hoffte, dass diese Wandnotizen nicht nur ihm halfen, sich zu erinnern, sondern auch ein Hinweis für Groll sein würde, seinen Weg zu finden, wenn er sich doch auf den Weg machte.
„Warum fühle ich mich nur so gut? Ich habe doch keinen Käse und keine Ahnung, wo ich hingehe“, überlegte Knobel.
„Aha!“ Knobel hatte eine Eingebung. Er blieb stehen und schrieb sie an eine Wand im Labyrinth.
Wenn Du Deine Ängste überwindest, fühlst Du Dich frei

Je deutlicher ihm das Bild des neuen Käses vor Augen stand, desto wirklicher wurde es.
„Mir vorzustellen, wie ich neuen Käse genieße bevor ich ihn überhaupt gefunden habe, führt mich zu ihm.“ Knobel lief weiter.
Es dauerte nicht lange, bis er ein großes Käselager entdeckte.
Aber…. es war fast leer.
„Ich bin zu spät“, seufzte Knobel. „Wenn ich mich schneller auf den Weg gemacht hätte, hätte ich sicher viel neuen Käse gefunden.“
Er fand noch einige Stücke sehr leckeren Käses. Es war nicht viel, aber genug, damit er weiter machen konnte.
„Ich muss zurück und Groll sagen, dass es hier draußen neuen Käse gibt.“
Knobel rannte zurück zur Käselager C, indem er seiner markierten Route folgte.

Er fand seinen Freund immer noch mit seiner Situation grollend vor. Er hatte noch nicht einmal seine Laufschuhe angezogen.
„Oh Groll, Du siehst hungrig aus. Hier, nimm ein Stück neuen Käse“, mitfühlend reichte er seinem Freund ein Stück Käse.
„Ich glaube nicht, dass mir der neue Käse schmecken würde“, wehrte der abgemagerte Groll ab. „Ich will meinen eigenen Käse zurück. Ich glaube, wenn ich hier lang genug warte, ändern sich die Dinge so, wie sie waren.“
Knobel schüttelte traurig den Kopf und ging zurück ins Labyrinth. „Wird sich Groll je ändern?“
Groll blieb zurück. Er war von seiner Angst und seinem Anspruchsdenken gefangen.
„Ich glaube, Groll denkt, dass er nur warten muss. Er meint, er könnte neuen Käse nicht genießen. Er glaubt, wenn er sich ins Unbekannte aufmacht, würden sich die Dinge verschlimmern. Ich weiß nun, dass ich, wenn ich Dinge anders angehe, sich Dinge verbessern werden.“ Entschlossen schrieb Knobel seine Überlegung an eine Wand.

Wenn Du Deine Überzeugung änderst, ändert sich Deine Handlung

Kobel entdeckte auf seinem weiteren Weg kleine Käsestücke, wurde wieder kräftiger und zuversichtlicher.
Er hoffte, dass Groll die Handschrift an den Wänden vielleicht lesen und so den Weg finden würde.
Mittlerweile hatte Knobel vom Vergangenen Abschied genommen und stellte sich auf die Zukunft ein. Er erwartete neuen Käse.

Und dann, nicht lange danach, geschah es.
Hoch aufgetürmt, lag vor ihm der grösste Käsevorrat, den er je gesehen hatte.
„Wow! Neuer Käse! Ist das echt? Oder nur meine Einbildung?“ Vorsichtig probierte Knobel ein wenig vom neuen Käse.
„Es IST echt!“
Er stellte fest, dass Schnüffel und Flitz schon eine ganze Weile den neuen Käse genossen.
Mit kugelrunden Bäuchen und den Laufschuhen um den Hals gehängt, lagen sie im Käselager und schmatzen genüsslich.
Knobel beschoss, dass er sich das nächste Mal schneller verändern wollte.
Knobel wußte, dass er leicht in alte Gewohnheiten zurückfallen konnte, wenn er es sich zu bequem machen würde.
Er überprüfte jeden Tag Käsesektion N auf die Beschaffenheit seines Käses.
Er marschierte hinaus in das Unbekannte und erkundete neue Gebiete.
Er wußte nun, dass es besser war Alternativen zu prüfen, als sich in seiner Komfortzone zu isolieren.
Dann, eines Tages, hörte Knobel wie er meinte, Bewegungen im Labyrinth.Könnte es Groll sein? War Groll dabei sein Quartier zu verlassen? Knobel hoffte, dass sein Freund es schließlich doch geschafft hatte und sich zum neuen Käse auf den Weg machte und es genießen würde!

                                                                                       ENDE

 

Kannst Du du die Notizen an den Wänden lesen?

Veränderungen passieren!
Sie nehmen Dir den Käse weg!

Erwarte Veränderungen!
Schnuppere oft am Käse, damit Du merkst, wenn er alt wird!

Pass Dich Veränderungen schnell an!
Je schneller Du alten Käse loslässt desto eher kannst Du neuen Käse geniessen!

Genieße die Veränderungen!
Koste das Abenteuer aus und lass Dir den neuen Käse schmecken.

Mach Dich darauf gefasst, Dich schnell zu ändern und hab Spass daran!
Denn…..

                                                    Der Käse wird immer wieder verschwinden!

Tags: Käse